Grauton Design – Wie alles begann

Vier Freunde und eine Idee

Vor Beton

Werkstatt

Mein zweites Zuhause…

Schon immer war ich fasziniert davon, eigene Ideen zu entwickeln und von Hand umzusetzen. Als Teenager baute ich Fahrräder aus Sperrmüll oder schraubte wassergekühlte Computer aus alten Autoteilen zusammen. Eine Idee entwickeln und an der handwerklichen Umsetzbarkeit zu tüfteln, hat mich schon immer begeistert.

Die Leidenschaft für den Möbelbau begann vor etwas mehr als zehn Jahren. Mit dem Bezug der ersten eigenen Wohnung stellte sich auch die Frage nach der passenden Möblierung.  Natürlich fand ich damals (wie auch heute noch) beim großen Schweden schöne Möbel zu studentenadäquaten Preisen. So richtig glücklich machte mich das Ergebnis allerdings noch nicht und so fing ich an, Möbel zu bauen, umzubauen oder zu restaurieren.

In den folgenden Jahren entstanden so zahlreiche Einzelstücke. Nach meinen Anfängen mit “klassischen” Materialien wie Holz, Metall und Kunststoff, interessierte ich mich zunehmend dafür, Materialien zu verwenden, die auf den ersten Blick keinen Bezug zum Möbelbau hatten. Ich versuchte mich an unterschiedlichen versiegelten Putzen, Keramikbeschichtungen, thermoplastischen Stoffen, Epoxidharz usw., bis ich schließlich meine ersten Versuche mit Beton unternahm. Vom ersten Moment war ich von der Vielseitigkeit des Materials fasziniert. Natürlich hatte ich vorher schon mit Beton gearbeitet, bspw. einfache Fundamente gegossen, aber mir war überhaupt nicht bewusst, wie zahlreich die Möglichkeiten der Verarbeitung und Bearbeitung von Beton tatsächlich sind.

Beton

Betondesign Bauschutt

Nicht alles klappt beim ersten mal…

Und so begann die große Zeit des Experimentierens (und Bauschuttproduzierens). Recht schnell versuchte ich mich neben dem Steinguss auch an Modellagen und Laminierungen. So kam dann auch zwangsweise die Frage nach der richtigen Betonrezeptur auf. Während man für in Formen gegossenen Beton eine möglichst fließfähige (idealerweise selbstverdichtende) Betonrezeptur benötigt, ist das für eine Betonmodellage äußerst kontraproduktiv.

Ich verbrachte Monate damit die richtige Rezeptur für den richtigen Zweck zu finden. Vom billigen Baumarkt-Beton bis hin zum selbstverdichtenden, ultrahochfesten Spezial-Vergussmörtel probierte ich so gut wie jede Fertigmischung aus. Danach experimentierte ich mit eigenen Rezepturen, mischte verschiedene Zemente mit unterschiedlichen Gesteinskörnungen, Fließmitteln, Stellmitteln usw..

Leider ist die Literatur zum Thema Beton-Möbelbau äußerst überschaubar. Seit Beton irgendwie “trendy” geworden ist, beschäftigen sich zwar deutlich mehr Autoren damit, allerdings beschränkt es sich meist auf sehr hübsch bebilderte Anleitungen wie man Beton in Joghurtbecher oder Eiswürfelformen gießen kann. Klassische Bastelliteratur, die natürlich ihre Daseinsberechtigung hat, mir aber nicht wirklich weiterhalf. Die besten Informationen über Betonverarbeitung fand ich schließlich in der Fachliteratur der Bauindustrie, sofern ich mich auf die für mich relevanten Themenbereiche beschränkte. Zusätzlich besuchte ich verschiedene Verarbeiterseminare und Fortbildungen. Aus der Schwierigkeit an passende Informationen zu gelangen entsprang auch der Wunsch einen BetonBlog zu führen, in dem ich die Informationen für interessierte Selberbauer aufbereiten wollte.

Grauton entsteht

Beton Werkstatt

2 Jahre Planung von der Idee zum fertigen Produkt…

Im Jahr 2014 gab es erste Überlegungen einen Betrieb aufzubauen, der abseits der zahlreichen Start-ups für virtuelle Produkte, etwas Echtes, Wertiges und Handgearbeitetes anbieten sollte. Vier Freunde saßen an einem Sommerabend zusammen und sprachen über Möglichkeiten des modernen Designs, innovative Materialien und handwerkliche Umsetzbarkeit.

Auch nach diesem Abend wurde unser Gespräch nicht vergessen. Wir trafen uns nachfolgend zahlreiche Male, tauschten Informationen aus, besprachen Entwürfe, Kapitalbedarf, Marktlage usw. – Es wurde zunehmend konkret. Doch trotz unserer Begeisterung sollten noch zwei Jahre vergehen, in denen wir an den perfekten Produkten und Rezepturen feilten, bis wir endlich im Juni 2016 die Grauton Design UG (haftungsb.) gründeten. An meinem, bzw. unserem anfänglichen Enthusiasmus hat sich seither nichts geändert. Zu viele Dinge gilt es noch auszuprobieren, zu viele Entwürfe warten noch auf ihre Umsetzung. Wir sind stolz auf unser kleines Unternehmen und überzeugt von unseren Produkten.

Sascha Venten